Shin Ultraman (2023) Filmkritik und Zusammenfassung


„Shin Ultraman“ weicht nicht allzu weit von den etablierten Konventionen japanischer Monsterfilme ab. Wissenschaftler, Militärs und andere ausgestopfte Hemden starren auf Computerbildschirme und liefern atemberaubende Erläuterungen. Es gibt auch ein bemerkenswertes Maß an Erzählkunst und narrativer Konstruktion, selbst in den auf den Menschen ausgerichteten Zwischensequenzen, die in einer Flut von schnell geschnittenem, aber visuell starkem Filmmaterial präsentiert werden. Manchmal ist die Kamera auf dem Boden und blickt auf SSSP-Mitarbeiter, die über ihre Laptops gebeugt sind; Manchmal befindet sich die Kamera gegenüber Ihren menschlichen Motiven im Raum. In dieser ständig wachsenden Landschaft gibt es keine Normalität, nur ständige Bewegung und ständig wechselnde Sichtweisen.

Dieses unerbittliche Tempo und die verrückte Präsentation spiegeln wider, wie Ultramans Anwesenheit von techniksüchtigen Menschen aufgenommen werden kann. Wir müssen immer noch um Ecken spähen und unvollständige Fotos von allem, was vor sich geht, bestaunen, selbst mit all den Bildschirmen, Telefonen und Kameras, die uns zur Verfügung stehen. Die Menschen tun hier so, als ob sie das Sagen hätten, werden aber schnell an ihr begrenztes Realitätsverständnis erinnert.

Auch die außerirdischen Monster von Higuchi und Anno sprechen und handeln mit einer angemessenen Mischung aus kindlicher Einfachheit und erwachsener Unheilsverkündigung. Aufsteigende außerirdische Schurken wie Zarab und Mefilas erinnern Shinji an die galaktische Bedrohung, die die Menschheit darstellt. Wir sehen Ultraman und seine Monsterfreunde als potenzielle Waffen, genauso wie die Aliens uns als natürliche Ressourcen sehen.

Jeder Monsterkampf bestätigt, was Ultraman-Fans bereits wissen: Er ist immer da, um dich zu schlagen, ein messianischer Stoiker, dessen Sorge um die Menschheit normalerweise mit einem kurzen, aber bedeutungsvollen Blick über seine Schulter kommuniziert wird. Ultraman spricht nicht. Er macht nicht einmal Geräusche mit seinem Mund, nur ein Wimmern aus weißem Rauschen, das sein Körper erzeugt, wenn er wie ein unbemannter Jet durch die Luft gleitet. Ultraman benimmt sich wie der Heldentraum eines Kindes: Er ist rücksichtslos und schnell, absolut zuverlässig und sofort verständlich.